Herren L-UPL
29.08.2026

USTER VERPASST DEN ZWEITEN SIEG BEI DER UNIHOCKEY CHALLENGE BASEL KNAPP

Der UHC Uster unterliegt im zweiten Gruppenspiel im Rahmen der Unihockey Challenge in Basel den Grasshoppers im Zürcher Derby knapp mit 8:9. Die Zürcher Oberländer gaben im letzten Drittel eine Zweitoreführung, die zuvor zeitweise sogar drei Treffer betragen hatte, aus der Hand.

USTER VERPASST DEN ZWEITEN SIEG BEI DER UNIHOCKEY CHALLENGE BASEL KNAPP

Es waren für die Zuschauer schon allein angesichts der 17 gebotenen Tore attraktive 60 Minuten Unihockey, die sie am Samstagnachmittag im Derby zwischen dem UHC Uster und den Hoppers zu sehen bekamen. Für die Coaching-Staffs um einerseits Simon Meier, andererseits Nicolas Berlinger dürfte sie primär die Erkenntnis gebracht haben, dass es doch noch das eine und andere Schräubchen zu drehen gilt, bevor die Meisterschaft 2026/27 angepfiffen wird. Im Vergleich zur Partie tags zuvor gegen den B-Ligisten Basel waren die Folgen eigener Fehler und der in einigen Fällen nicht optimalen Entscheidungen auf dem Platz in dieser Begegnung auf Augenhöhe jeweils um einiges folgenreicher für die ohne die beiden Schweden Ted Nivestam und Johannes Wilhelmsson, aber mit nicht weniger als vier Förderkader-Akteuren angetretenen Zürcher Oberländer.

Bereits in den ersten Spielminuten machten die Stadtzürcher ihren Kontrahenten aus dem Oberland klar, dass die Aufgabe in diesem zweiten Gruppenspiel eine andere wird als jene am Freitag. Bereits in der dritten Minute ging Blau-Weiss durch eine Junioren-Co-Produktion Ruben Arheits und Ben Kistlers in Führung. Wenig später musste der junge UHCU-Keeper Marc Helbling gegen Alan Strässle retten; anderthalb Minuten tat dies der Pfosten gegen ein Geschoss Tommy Bolins. Die Ustermer benötigten etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen, nutzten dann aber gleich zweimal innerhalb von zwei Minuten die fehlende Abstimmung in der GCZ-Defensive aus; Matteo Gervasoni und Linus Chrétien liessen Hoppers-Goalie Cyril Haldemann jeweils keine Chance. Auch auf den 2:2-Ausgleich der Hoppers nach toller Ballstafette Pablo Riedi – Dylan Hasenböhler – Bolin hatten die Ustermer noch vor der ersten Pause eine Antwort parat, und zwar in der Form eines Treffers von Förderkaderspieler Nik Heule auf sehenswertes Zuspiel von Daniel Jānis Anis.

Im Mitteldrittel fand das muntere Toreschiessen seinen Fortgang, wobei Hoppers wie Ustermer jeweils etwas gar einfach zu ihren Abschlusschancen kamen. Gervasoni besorgte mit zwei Treffern die erstmalige Ustermer Dreitoreführung, wobei derjenige in Minute 21 alle Anforderungen der Kategorie «glückliches Tor» erfüllte; ein hoher Abpraller fand beim Fall zurück Richtung Hallenboden den Weg zwischen Haldemanns Rücken und dem Gehäuse durch über die Torlinie. In der 31. Minute fing Usters junger Offensiv-Neuzugang einen schwach gespielten Pass der Hoppers ab und verwertete souverän zum 5:2. Nachdem die Stadtzürcher durch Arheit und Hasenböhler innerhalb von gut zwei Zeigerumdrehungen wieder bis auf einen Treffer herangekommen waren, konnte Anis die Führung erneut auf drei Längen ausbauen. Da nur 15 Sekunden später Riedi auf Zuspiel Hasenböhlers von hinter der verlängerten Torlinie auch noch vor der zweiten Pausensirene reüssieren konnte, stand es nach 40 Minuten 7:5 für Uster.

Generell sollte sich die Duo-Personalie Hasenböhler/Riedi in dieser Partie als echtes Ärgernis erweisen, bekamen die Ustermer den relativ einfachen Spielzug mit dem Pass von der Hintertorbande zum vor dem Tor befindlichen Kollegen – mit abwechselnder Funktion des Assistgebers und des Torschützen – kaum in den Griff. Es war dann in Minute 45 auch genau wieder diese Kombination, diesmal mit Hasenböhler als Vollstrecker, die eine Serie von drei GCZ-Toren innerhalb von anderthalb Minuten abschloss, womit sich die Stadtzürcher die Führung zurückerobert hatten. Gut vier Minuten später lagen sie nach einem Powerplay-Treffer Riedis während einer laufenden Strafe gegen Noel Knüsel sogar mit 9:7 voran. Keine halbe Minute später brachte der von Jean-Luc Klöti perfekt lancierte Kilian Franzen seine Farben wieder bis auf einen Treffer heran. Zu mehr reichte es allerdings nicht mehr, trotz Timeout und Tausch des Keepers durch einen zusätzlichen Feldspieler. Dies auch, weil Hoppers-Schlussmann Haldemann vier Sekunden vor der Sirene auf dem Rücken liegend mit herumfuchtelnden Armen zwar aussah, wie ein Käfer, der nicht mehr auf die Beine kommt, damit aber mirakulös den späten Ausgleich durch Anis verhindern konnte.

Sollte es heute Abend bei der Partie GCZ : Basel Regio keine Überraschung geben, wird der UHC Uster morgen Sonntag wohl zum Spiel um Platz 3 auflaufen, entweder gegen die Black Angels Sokoli Pardubice oder gegen Floorball Fribourg.

 

Grasshopper-Club Zürich : UHC Uster 9:8 (2:3, 3:4, 4:1)

Sporthalle Pfaffenholz, St-Louis/F. – Tore: 3. Arheit (Kistler) 1:0. 8. Gervasoni (Lundgren) 1.1. 10. Chrétien 1:2. 18. Bolin (Hasenböhler) 2:2. 19. Heule (Anis) 2:3. 21. Gervasoni 2:5. 31. (30:44) Gervasoni 2:5. 32. (31:39) Arheit (Riedi) 3:5. 34. Hasenböhler (Riedi) 4:5. 36. Anis 4:6. 40. (39:03) Anis (Y. Klöti) 4:7. 40. (39:18) Riedi (Hasenböhler) 5:7. 43. (42:40) Bolin (Riedi) 6:7. 44. (43:19) Strässle (Schaffner) 7:7. 45. (44:09) Hasenböhler (Riedi) 8:7. 49. (48:24) Riedi (Hostettler) 9:7. 49. (48:52) Franzen (J.-L. Klöti) 9:8. – Strafen: keine gegen GCZ, 1 mal 2 Minuten gegen Uster.  – UHC Uster: Helbling; Ebnöther, Anderegg; Knüsel, Renner; Chrétien, J.-L. Klöti; Pfister, Gervasoni, Lundgren; Y. Klöti, Heule, Anis; Furrer, Chrétien, Franzen; Mura, Murer, Zuppiger, Graf, Meier. – 6. Pfostenschuss Bolin (GCZ). 41. Lattenschuss Anis. 58. Timeout Uster. Uster ab 57:03 bei eigenem Ballbesitz mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters.




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