Herren L-UPL
10.10.2026

L-UPL: ERNEUTER KLARER TRIUMPH FÜR DEN UHCU

Der UHC Uster lässt nach dem 11:0-Kantersieg bei den Kloten-Dietlikon Jets vor Wochenfrist auch im Heimspiel gegen WASA St. Gallen nichts anbrennen und schickt die Gäste mit einer 7:1-Packung zurück in die Ostschweiz. Neben dem dritten Sieg in der fünften Meisterschaftsrunde und dem Sprung in die obere Tabellenhälfte feierten die Zürcher Oberländer am heutigen Samstagabend auch zwei neue Tordebütanten.

Die Ustermer legten die Basis für den 7:1-Erfolg bereits im ersten Drittel, dass mit 4:0 ans Heimteam ging. Die ersten offensiven Akzente in der Startphase setzte die zweite Linie mit ihrem bereits in Kloten zelebrierten imposanten schnellen Kombinationsspiel, den Score eröffnete dann in der sechsten Minute aber ein Akteur aus dem ersten Block. Und zwar einer, dem es alle in der mit 265 Zuschauer besetzten Buchholz-Halle wirklich von Herzen gönnen mochten, denn es war sein bereits 49. L-UPL-Aufgebot an diesem Abend, als Jhonan Meier den Ball erstmals im gegnerischen Netz versenkte, nachdem er vor allem in der vergangenen Saison schon das eine oder andere Mal wirlich nahe dran gewesen war. Das Zuspiel kam dabei vom St. Galler Rahul Chiplunkar in Form eines blind gespielten Balls zwischen den eigenen Beinen hindurch in die gefährliche Zone vor dem eigenen Tor und direkt auf die Kelle des Zürcher Oberländer Erstlinien-Centers, der sofort abzog und WASA-Keeper Livio Zeller keine Chance liess. Meier sollte dann auch noch zum Ustermer Best Player dieser Partie ausgezeichnet werden.

Der zweite Tordebütant des Abends war im Vergleich dazu ein regelrechter Schnellzünder: Lars Zuppiger, als Förderkaderspieler zu Beginn dieser Saison direkt in die Stammmanschaft gerückt, erzielte seinen Premierentreffer in seinem erst fünften Spiel auf höchstem nationalem Niveau. Es war gleichzeitig auch der erste Torerfolg der dritten Ustermer Linie, die in Form offensiver «Jugend forscht» (Förderkader-Trio Zuppiger, Noel Hug, Tis Fischer) auf stabilem, erfahrenem Defensivfundament (Noel Knüsel, Jean-Luc Klöti) agiert, dieser Saison. Der WASA-Tscheche Adam Zukal hatte einen Abpraller seines Goalies nach einem Schuss Hugs per Fusskick aus der Gefahrenzone spedieren wollen, brachte aber den Ball nur zu Zuppiger, der ins leere Tor einnetzen konnte. Seinen Anteil an diesem Treffer hatte auch Fischer, der zuvor in der Ecke den Ball von Florian Berner erobert hatte.

Das Tor des 19-Jährigen in der 13. Minute bedeutete bereits die 4:0-Führung für das Heimteam; zuvor hatten nach Meiers Tor Daniels Jānis Anis nach einem schnell ausgeführten Freistoss und Johannes Wilhelmsson mittels sattem Onetimer nach Zuspiel Yves Klötis nachgelegt. Zieht man noch den Pfostenknaller Ted Nivestams in der siebten Minute, seinen Ablenker übers Gehäuse nur fünf Sekunden später, die Riesenparade Kellers gegen Wilhelmsson nur wenige Sekunden vor dessen Treffer zum 3:0 sowie die Konterchance Adam Lundgrens (12.), der etwas zu hoch zielte, in Betracht, so hätte es um die Ostschweizer zu jenem Zeitpunkt noch um einiges schlechter bestellt sein können. Allerdings agierten die Gäste nun auch etwas konsequenter im Angriff und Alessio Mura hatte in der zweiten Drittelshälfte drei Glanztaten vollzubringen, um WASA-Topscorer Asla Veteläinen, Jakub Haša und Santtu Vuoristo am Anschlusstreffer zu hindern. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde ein Tor Yves Klötis wegen Stockschlags aberkannt und landete vier Sekunden vor der ersten Pausensirene ein von Fischer backhand verlängertes langes Zuspiel von Jean-Luc Klöti nur am Pfosten.

Nach diesem sehr animierten ersten Drittel reduzierte sich die Torkadenz im zweiten Durchgang etwas, wobei die Ustermer jedoch nicht nur die Kontrolle über das Geschehen behielten, sondern in der 28. Minute durch einen satten Abschluss Yves Klöti nach einem für die St. Galler etwas zu schnell vorgetragenen Angriff sogar noch auf 5:0 erhöhten. Sollte sich Mura zu jenem Zeitpunkt bereits Gedanken über einen allfälligen zweiten Shutout in Folge gemacht haben, so war dieses Thema in Minute 34 gegessen: Kurz nachdem der Uster-Keeper erst noch mit zwei tollen Paraden gegen Andri Füllemann und Haša geglänzt hatte, musste er nach einem Backhand-Buebetrickli Zukals das erste Mal an diesem Abend hinter sich greifen. Es sollte bei diesem einen Mal bleiben, denn eine Zweiminutenstrafe gegen Ted Nivestam überstand das Heimteam in der Folge ohne Probleme, und in den letzten Minuten vor der zweiten Pause vermochten weder Haša noch Füllemann Mura zu bezwingen.

Im Schlussdrittel flachte dann das Geschehen auf dem Platz nach einem frühen Pfostenschuss Wilhelmssons doch merkbar ab; die wenige Arbeit zwischen den Pfosten hatte vor allem Muras Pendant Keller zu verrichten, wobei er in der 51. Minute gegen eine wiederum toll vorgetragene Kombination mit Yves Klöti als Auslöser, Wilhelmsson als Assistgeber und Nivestam als Torschützen ebenso machtlos war wie seine Vorderleute. Weder ein Timeout noch den Tausch von Keller gegen einen sechsten Feldspieler seitens WASA vermochten die Ustermer in der Endphase noch in Bedrängnis zu bringen, zumal man die letzten 38 Sekunden nach einer Strafe gegen die Gäste auch noch Powerplay spielen konnte. Yves Klöti hämmerte dann tatsächlich eine Sekunde vor der Schlusssirene ein Zuspiel Nivestams zu seinem zweiten Treffer des Abends und zum 6:1-Schlussresultat ins Netz.

 

UHC Uster – WASA St. Gallen 7:1 (4:0, 1:1, 2:0)

Buchholz, Uster. – Z: 265. – SR: Sütterlin/Walser. – Tore: 6. Meier 1:0. 9. Anis (Wilhelmsson) 2:0. 12. Wilhelmsson (Y. Klöti) 3:0. 13. Zuppiger 4:0. 28. Y. Klöti (Wilhelmsson) 5:0. 34. Zukal (Wellauer) 5:1. 51. Nivestam (Wilhelmsson) 6:1. 60. (59:59) Y. Klöti (Nivestam) 7:1. − Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen Uster, 1 mal 2 Minuten gegen WASA. – Uster: Mura; Murer, Meier; Nivestam, Anderegg, Knüsel, J.-L. Klöti; Pfister, Gervasoni, Lundgren; Y. Klöti, Wilhelmsson, Anis; Zuppiger, Hug, Fischer; Helbling, Günthard, Furrer, Chrétien, Franzen. – 7. Pfostenschuss Nivestam. 18. Tor von Y. Klöti wegen Stockschlags aberkannt. 20. Pfostenschuss Fischer. 43. Pfostenschuss Wilhelmsson. 55. Timeout WASA. WASA ab 55:10 bei eigenem Ballbesitz mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters. Uster ohne Graf (verletzt). Meier zum Ustermer Best Player gewählt.




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