Herren L-UPL
07.01.2026

L-UPL: ERNEUTE OVERTIME-NIEDERLAGE GEGEN RYCHENBERG

Wie anfangs Oktober im Hinspiel im heimischen Buchholz muss sich der UHC Uster auch auswärts gegen HC Rychenberg Winterthur mit einem Punkt zufriedengeben. Ein Fazit ist schwierig: Einerseits hatte man gegen den Kantonsrivalen in der Auftaktpartie des neuen Jahrs 2026 nicht weniger als viermal in Führung gelegen, andererseits sich erst vier Minuten vor Ende des dritten Drittels dann überhaupt noch in die Overtime gerettet.

Knapp vor Ablauf der 44. Spielminute brachte Tim Aeschimann den HC Rychenberg erstmals in dieser Begegnung in Führung. Dem 5:4 für das Heimteam war etwas wenig Gegenwehr der Ustermer vor dem eigenen Gehäuse vorangegangen. Wenig später bot sich den Winterthurern sogar die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen, nachdem eine Intervention Albert Koskinens gegen seinen Landsmann Dani Jaaranen bei dessen Abschlussversuch als penaltywürdig taxiert worden war, doch UHCU-Keeper Sebastian Kuhn behielt im Duell Mann-gegen-Mann mit Kontrahent Loïc Aurel Ammann die Oberhand. Der Ustermer Goalie war weiterhin gefordert, erledigte seine Sache aber gegen den nach seiner Ellbogenverletzung im November erstmals wieder aufs Spielfeld zurückgekehrten Johan Larsson ebenso souverän wie bei der durch einen Fehlpass Timon Andereggs ermöglichten Shorthanderchance durch HCR-Captain Manuel Maurer während einer zweiminütigen Zürcher Oberländer Überzahl und auch – wieder bei Gleichstand der Kräfte – gegen Ammann. Dazwischen rettete einmal der Pfosten beim Abschluss Kimo Oeschs.

Die Quittung für die mangelnde Effizienz erhielten die Eulachstädter vier Minuten vor der Sirene, als die Ustermer zu einem Drei-gegen-eins-Konter mit dem ballführenden Johannes Wilhelmsson, flankiert von Daniels Jānis Anis und Yves Klöti, anlaufen konnten. Usters Topscorer entschied sich für den Pass nach rechts zu Klöti, der sein Team mit seinem zweiten Treffer des Abends in die Verlängerung rettete. Diese dauerte dann allerdings nicht einmal ganze drei Minuten, bis Oesch ein Zuspiel von seinem hinter dem Zürcher Oberländer Tor durchgelaufenen Kollegen Oskar Weissbach zum Siegtreffer einnetzen konnte.

Die ersten beiden Spielabschnitte dieses Mittwochabends waren resultatmässig ein Ping-Pong-Spiel: Bereits im Startdrittel hatte Uster zweimal vorlegen können, doch schritten die beiden Teams mit einem 2:2-Remis zum ersten Pausentee. Nachdem UHCU-Topscorer Wilhelmsson mit einem trockenen Abschluss in der zwölften Spielminute den Score eröffnet hatte, benötigten die Winterthurer nur gerade anderthalb Zeigerumdrehungen, um durch einen Onetimer-Hammer Aeschimanns auszugleichen. Etwas Glück stand dann den Zürcher Oberländern beim 2:1 bei: Eigentlich hatte der Rychenberger Levin Conrad das Zuspiel Wilhelmssons auf Yves Klöti schon abgefangen, doch konnte er den Ball nicht kontrollieren, so dass dieser doch noch vor die Kelle des Zweitliniencenters rollte, der unhaltbar für HCR-Torhüter Eric Kunz einnetzte. Äusserst ärgerlich dann, dass man direkt im Anschluss nicht ganz bei der Sache war und dadurch dem Heimteam nur gerade neun (!) Sekunden später auf leichtfertige Weise den erneuten Ausgleich durch Noah Püntener ermöglichte. Dank den Interventionen ihres Goalies Sebastian Kuhn gegen Claudio Mutter und Larsson in der Schlussminute mussten die Ustermer immerhin nicht noch mit einem Rückstand in die erste Pause. Das Remis war allerdings kein ungerechtes Resultat, hatten die Winterthurer doch mehrmals mit cleveren Zuspielen in den Slot vor dem Zürcher Oberländer Gehäuse für Gefahr gesorgt.

Es waren dann allerdings zum Auftakt des Mitteldrittels die Ustermer, die ein ebensolches Zuspiel Andereggs aus der Zone hinter dem gegnerischen Tor zum zentral vor dem Gehäuse stehenden Wilhelmsson zur erneuten Führung zu nutzen wussten. In der Folge hatten beide Teams die Möglichkeit eines zweiminütigen Überzahlspiels, nachdem erst Maurer den Zürcher Oberländer Tim Renner mittels überharten Körpereinsatzes über die Bande befördert hatte, wobei auch gleich der dahintersitzende Fotograf abgeräumt wurde, danach Joris Hänseler sich einen Stockschlag zu Schulden hatte kommen lassen. Usters Powerplay brachte nur in begrenztem Mass Gefahr vor Kunz, dasjenige Winterthurs ebenso, schloss aber immerhin mit einem deftigen Lattenknaller Aeschimanns. Nachdem erst Usters Finne Albert Koskinen und danach Rychenbergs Mutter aus aussichtsreicher Position gescheitert waren, erzielte das Heimteam auf etwas glückliche Weise durch Ammann dann doch zum dritten Mal in dieser Partie den Ausgleichstreffer.

Das Tor des Abends ging auf die Kappe Ted Nivestams: In Minute 36 liess der Uster-Schwede in der eigenen rechten Ecke mit Hilfe der Bande die beiden Winterthurer Ammann und Maurer aussteigen, nutzte den sich dadurch ergebenden freien Raum nach vorne, streute noch einen Doppelpass mit Yves Klöti ein, und liess sich dann auch vom körperlich unterlegenen Rychenberger Oesch nicht mehr vom erfolgreichen Torschuss zum 4:3 abhalten. Leider liessen in der Folge Koskinen und Tis Fischer ihre Möglichkeiten ungenutzt, die Führung weiter auszubauen. So gelang dann dem Heimteam nur 25 Sekunden nach Anpfiff zum dritten Spielabschnitt der erneute Ausgleich. Dieser war zum grossen Teil Assistgeber Mutter zu verdanken, der an der rechten Seite durchlief und aus vollem Lauf den langen Backhandpass zu Aeschimann spielte. In der folgenden Phase musste Kuhn der Reihe nach gegen Jaaranen, Ammann und Conrad retten, konnte dann aber die erstmalige Führung des Heimteams durch Aeschimann nicht verhindern.

 

HC Rychenberg Winterthur – UHC Uster 6:5 n.V. (2:2, 1:2, 2:1, 1:0)

AXA Arena, Winterthur. – Z: 789. – SR: Preisig/Schädler. – Tore: 12. Wilhemsson (Y. Klöti) 1:1. 13. Aeschimann (Weissbach) 1:1. 16. (15:52) Y. Klöti (Wilhelmsson) 1:2. 17. (16:01) Püntener (Jaaranen) 2:2. 23. Wilhelmsson (Anderegg) 2:3. 33. Ammann (Conrad) 3:3. 36. Nivestam (Y. Klöti) 3:4. 41. Mutter (Weissbach) 4:4. 44. Aeschimann (Mutter) 5:4. 56. Y. Klöti (Wilhelmsson) 5:5. 63. Oesch (Weissbach) 6:5. − Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Rychenberg, 1 mal 2 Minuten gegen Uster. – Uster: Kuhn; Murer, Renner; Nivestam, Anderegg; Knüsel, J.-L. Klöti; Pfister, Koskinen, Fischer; Y. Klöti, Wilhelmsson, Anis; Hänseler, Arnet, Karlsson; Brütsch, Günthard, Ledergerber, Meier, Burkhart, Hug. – 29. Lattenschuss Aeschimann (Rychenberg). 48. Kuhn hält Penalty von Ammann (Rychenberg). 52. Pfostenschuss Oesch (Rychenberg). Uster ohne Franzen (verletzt). Y. Klöti zum Ustermer Best Player gewählt.




Pressebilder

Promotionsgrafik quadratisch (SVG) - hochformat (SVG)

Kopiere mit Rechtsklick die URL der SVG-Grafik. Auf www.screenshotmachine.com kann der kopierte Link der SVG-Datei eingesetzt und ein PNG-Bild für Socialmedia generiert werden. Bitte Checkbox "Full website screenshot" anwählen.
Daten von Swiss Unihockey laden...

Partner swiss unihockey

Die Mobiliar
swissunihockey.tv