Herren L-UPL
10.02.2026

ANIS GLÄNZT AM WM-QUALITURNIER

Vom 4. bis 7. Februar fand in Lettlands drittgrösster Stadt Liepāja das Qualifikationsturnier für die kommende Weltmeisterschaft 2026 im finnischen Tampere mit unter anderem den Nationalmannschaften Lettlands und der Schweiz statt. Das Heimteam sicherte sich nicht nur ungefährdet die Teilnahme am Grossanlass im kommenden Dezember, sondern mit einem Sieg im Finalspiel gegen die Schweiz auch den Turniersieg. Grossen Anteil am Erfolg der Balten hatte der Ustermer Flügelstürmer Daniels Jānis Anis.

ANIS GLÄNZT AM WM-QUALITURNIER

9 Tore und 4 Assists lautet die statistische Ausbeute von Daniels Jānis Anis aus den vier gewonnenen Spielen gegen die Ukraine (3/2), Ungarn (3/1), Slowenien (2/1) und die Schweiz (1/0). Damit belegte der Lette in UHCU-Diensten in der Scorerwertung des Qualiturniers den zweiten Rang. «Die Qualifikationswoche in Liepāja war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Als Team sind wir mit dem klaren Ziel dorthin gereist, uns zu qualifizieren und unser Spiel zu verbessern. Von der ersten Partie an waren die Atmosphäre, die Konzentration und das Engagement auf einem sehr hohen Niveau. Ich persönlich habe mich auf dem Spielfeld sehr wohlgefühlt und hatte viel Vertrauen mit dem Ball am Stock. Ich bin natürlich froh, dass ich dem Team mit meinen neun Trefffern und vier Vorlagen hab helfen können.»

Besonders süss dürfte Daniels der 3:3-Ausgleichstreffer in der Partie gegen die Schweiz geschmeckt haben, woraufhin sein Team Latvia dann nach der torlosen Overtime im Penaltyschiessen die Oberhand behielt. Zwar hatten sich beide Mannschaften bereits vor dieser Begegnung mit dem jeweiligen Gruppensieg für Tampere 2026 qualifiziert, doch ein lettischer Sieg gegen die Eidgenossen hat spätestens nach dem WM-Viertelfinal 2024 in Schweden halt eine ganz besondere Note. «Das Endspiel gegen die Schweiz war natürlich das emotionalste. Als ich im letzten Drittel den Ausgleich zum 3:3 erzielte, war das ein unglaublicher Moment. In diesem Moment kam alles zusammen – der Glaube, der Druck und das Gefühl, dass wir diese Chance nicht ungenutzt lassen wollten. Dieses Tor gab uns neue Energie und Selbstvertrauen; es unterstrich die starke Mentalität unseres Teams. Mit dem Sieg im Final haben wir bewiesen, dass Lettland mit den Top-Nationen mithalten und wichtige Spiele gewinnen kann.»

Anis dürfte sich mit seiner Performance in der vergangenen Woche auch einen Platz im lettischen WM-Team gesichert haben, anders als noch 2024, als er zwar ebenfalls die Quali gespielt hatte, für die WM dann aber eher überraschend nicht berücksichtigt wurde. Sein WM-Debüt hatte Anis bereits 2022 als gerade mal 20-Jähriger gefeiert. In sieben Spielen verbuchte er damals ein Tor und einen Assist. «Ich denke eigentlich auch, dass ich mir einen Platz WM-Team verdient hab. Sicher sein kannst du dir da allerdings nie. Du siehst ja nicht in die Coaches hinein. Warten wirs ab.»




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